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Anwendung von Stickstoff in der Automobilindustrie

03.01.2025

1. Verbesserung der Fahrstabilität und des Fahrkomforts. Stickstoff ist ein nahezu inertes, zweiatomiges Gas mit sehr geringen chemischen Eigenschaften. Die Gasmoleküle sind größer als Sauerstoffmoleküle, neigen nicht zu thermischer Ausdehnung und Kontraktion und weisen einen geringen Verformungsbereich auf. Seine Penetrationsrate in die Reifenflanke ist etwa 30 bis 40 % geringer als die von Luft. Dadurch kann der Reifendruck stabilisiert, die Fahrstabilität verbessert und der Fahrkomfort erhöht werden. Stickstoff besitzt eine geringe Schallleitfähigkeit, die nur etwa einem Fünftel der von normaler Luft entspricht. Der Einsatz von Stickstoff kann Reifengeräusche effektiv reduzieren und die Fahrgeräusche leiser machen.

2. Reifenplatzer und Luftverlust vermeiden. Reifenpannen sind die häufigste Ursache für Verkehrsunfälle. Statistiken zufolge werden 46 % aller Verkehrsunfälle auf Autobahnen durch Reifenpannen verursacht, wobei Reifenplatzer 70 % aller Reifenunfälle ausmachen. Während der Fahrt steigt die Reifentemperatur durch die Reibung mit der Fahrbahn. Besonders bei hohen Geschwindigkeiten und Notbremsungen steigt die Temperatur des Gases im Reifen rapide an und der Reifendruck schnellt in die Höhe, wodurch die Gefahr eines Reifenplatzers besteht. Hohe Temperaturen lassen das Reifengummi altern, verringern die Dauerfestigkeit und verursachen starken Profilabrieb, was ebenfalls ein wichtiger Faktor für einen möglichen Reifenplatzer ist. Im Vergleich zu normaler Druckluft ist hochreiner Stickstoff sauerstofffrei und enthält nahezu kein Wasser oder Öl. Er hat einen niedrigen Wärmeausdehnungskoeffizienten, eine geringe Wärmeleitfähigkeit und einen langsamen Temperaturanstieg, wodurch die Wärmeentwicklung im Reifen reduziert wird. Er ist nicht brennbar und unterstützt keine Verbrennung. Dadurch kann die Wahrscheinlichkeit eines Reifenplatzers deutlich verringert werden.

3. Verlängerte Reifenlebensdauer. Durch die Stickstoffbefüllung bleibt der Reifendruck stabil und die Volumenänderung ist gering. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit ungleichmäßigen Reifenverschleißes, wie z. B. Laufflächen-, Schulter- und Exzentrizitätsverschleiß, und verlängert die Reifenlebensdauer. Die Alterung von Gummi ist auf die Oxidation durch Sauerstoffmoleküle in der Luft zurückzuführen. Mit der Zeit nehmen Festigkeit und Elastizität ab, und es entstehen Risse. Dies ist einer der Gründe für die verkürzte Reifenlebensdauer. Die Stickstoffabscheidung entfernt Sauerstoff, Schwefel, Öl, Wasser und andere Verunreinigungen aus der Luft. Dadurch wird die Oxidation der Reifeninnenseite und die Korrosion des Gummis effektiv reduziert. Gleichzeitig wird die Metallfelge nicht angegriffen, was die Reifenlebensdauer verlängert und Felgenrost deutlich reduziert.

4. Kraftstoffverbrauch senken und Umwelt schonen. Unzureichender Reifendruck und erhöhter Rollwiderstand nach Erwärmung führen zu einem höheren Kraftstoffverbrauch. Stickstoff hält den Reifendruck stabil, verzögert den Druckabfall, ist trocken, öl- und wasserfrei und hat eine geringe Wärmeleitfähigkeit. Durch die langsame Erwärmung wird der Temperaturanstieg im Reifen während der Fahrt reduziert, die Reifenverformung minimiert, die Haftung verbessert und der Rollwiderstand verringert. Dadurch wird der Kraftstoffverbrauch gesenkt.


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